Trittsicherheit: Wie rutschfest sollten Ihre Fliesen sein?

Unter Trittsicherheit oder auch Rutschhemmung werden die Eigenschaften eines Fliesenbelags zusammengefasst. Es kommt oft vor, das man bei der Arbeit oder zu Hause abgelenkt oder unaufmerksam ist und das Gleichgewicht durch Ausrutschen oder Stolpern verliert. Die Folgen können sehr schmerzhafte und langwierige Verletzungen sein.

Viele Faktoren können die Rutschsicherheit eines Bodenbelags beeinflussen.

Diese Faktoren können zum Beispiel die Eigenschaften des Bodenbelags selbst, aber auch andere Umweltfaktoren wie Wasser, Seife oder fettige Stoffe sein, die sich auf dem Bodenbelag befinden.

Um die Trittsicherheit des keramischen Bodenbelags zu gewährleisten, gibt es verschiedene Bewertungsklassen.

Rutschsicherheitsklasse R

Bei den Fliesen mit einer Rutschsicherheitsklasse R wird die strukturierte Oberfläche direkt durch die Pressung der keramischen Pulver bei der Produktion erzeugt. Durch dieses Produktionsverfahren kann man alle Rutschsicherheitsklassen von R9 bis R13 erreichen.

Bitte beachten Sie – je höher die Rutschsicherheitsklasse, desto schlechter läst sich der Belag reinigen.

Beispiele

  • R9 (geringer Haftriebwert) – gilt z.B. für Bodenbeläge in allgemeinen Bereichen
  • R10 (normaler Haftriebwert) – gilt z.B. für öffentliche Toiletten
  • R11 (erhöhter Haftriebwert) – gilt z.B. für Ladeneingänge und Treppen
  • R12 (großer Haftriebwert) – gilt z.B. für Krankenhausküchen
  • R13 (sehr großer Haftriebwert) – gilt z.B. für Bodenbeläge in Schlachthöfen

Die Bewertungsklassen gelten nur als Mindestanforderung für öffentliche Räume - das bedeutet aber nicht, dass man auf diesen Fliesen nicht ausrutschen kann.

Bodenbeläge im privaten Bereich unterliegen keinen geregelten Vorgaben. Hier kann die Wahl ausgehend vom persönlichen Sicherheitsbedürfnis getroffen werden.